17.-23.09.2022. DIE FAHRT NACH ISTANBUL

Am Samstag morgen gegen halb neun begab sich unser Protagonist zu Fuß zu Pauls Wohnung, wo ein Shuttlebus bereits auf die Beiden wartete. Mit demselben ging es gegen neun zum Flughafen, wo David bereits wartete. CK trug auf dieser Reise übrigens fast permanent eine Knöchelsocke am rechten Fuß. Jene erwies sich als recht praktisch, half sie doch bei der Heilung des immer noch lädierten Fußes. Paul gab sein Gepäck auf und checkte ein. Derweil begaben sich die bereits online eingecheckten David und CK durch die Handgepäckkontrolle in den Duty Free Shop. Später ging es zu dritt durch die Passkontrolle und mit dem 11:40-Uhr-Flug der Turkish Airlines nach Istanbul. Unterwegs gab es eine kleine Mahlzeit zu essen sowie Wasser und Orangensaft zu trinken.

16 Uhr Ortszeit wurde Istanbul erreicht. Hier passierten Paul und CK problemlos die Passkontrolle, während David zu irgendeinem anderen Schalter irgendwohin geschickt wurde. Verwirrung machte sich breit. Was war da los? CK fragte einen Polizeibeamten. Jener meinte, dass eine Geldstrafe zu bezahlen sei, wenn der Pass weniger als 61 Tage noch gültig sei. Das war aber nicht der Fall. CK wusste, dass Davids Pass Mitte Dezember auslief. Das waren schon noch mehr als 61 Tage. Irgendwann rief David an und meinte, er sei bereits draußen. Er musste wohl nur zu einer anderen Kontrolle, da sein Pass noch in diesem Jahr auslief, wurde dort namentlich registriert und durfte kostenfrei in den Gepäckabholraum, wo er Paul und CK nicht antraf und dachte, sie hätten den Raum bereits verlassen. Alles gut also. Paul holte sein Gepäck ab (er hatte als einziger ein Gepäckstück abgegeben, die andern beiden hatten nur einen Rucksack als Handgepäck dabei) und schon ging es hinaus zu David.

Für 50 Euro ging es in einem Shuttlebus zum Hotel "Miss Istanbul". Fast während des gesamten Aufenthaltes in der Türkei ließ CK das "Mobile Data" auf dem Handy ausgeschaltet, die Gebühren für die Übertragung von Daten waren einfach zu hoch (wie er leidig feststellen musste, als er es kurz nach der Einreise doch kurz anmachte.) Nach Einchecken im Hotel ging es auf eine erste Besichtigungstour der näheren Umgebung. Das Hotel lag mitten in der Altstadt, umgeben von zahlreichen Restaurants und Geschäften. Vor den Restaurants versuchten Männer Touristen zu ködern. In einem sympathischen Restaurant wurde zu Abend gegessen. Für David und CK gab es gleich eine große Kebabplatte mit reichlich Fleisch, dazu Salat und Haydari. Nach dem Abendessen wurden sich Istanbulcards besorgt. Eine solche Karte kostete 60 türkische Lira. Lira konnten gebührenpflichtig an Geldautomaten abgehoben werden oder gegen Euros in Wechselstuben umgetauscht werden. Je nach Wechselstube wurde ein leicht anderer Kurs angeboten. Den besten Kurs (1:18,30) aller entdeckten Stuben im Umkreis des Hotels fanden unsere drei Helden aber erst am Tag danach. An diesem Abend gab es noch einen ungünstigeren Kurs. Die Istanbulkarte konnte an Automaten mit Lira-Banknoten aufgeladen werden und bei jedem Betreten einer mit Drehkreuzen geschützten ÖPNV-Station wurde ein kleiner Betrag von der besagten Karte heruntergeladen. Bis zum kompletten Verbrauch des aufgeladenen Betrags war die Istanbulkarte also der gültige Fahrschein zu allen Fahrten mit Tram, Metro, Bus, Bahn oder Seilbahn.

Mit der Trambahn T1 ging es erstmal nach Karaköy (ein Tipp eines Rezeptionisten im Hotel). Hier befinden sich viele Restaurants am Hafen, aber keine Pubs. Enttäuscht liefen die drei Jungs bei Dunkelheit über die Galatabrücke zurück. Auf derselben wurde noch fleißig gefischt. Zu allen Uhrzeiten werfen dort vor allem ältere Männer ihre Angeln aus. Auf der anderen Seite wurde ein Taxifahrer angesprochen. Jener schlug vor zum Taksim Square zu fahren. Gesagt, getan. Wirklich zum Square fuhr dieser jedoch nicht, sondern ließ unsere drei Helden unweit der großen Geschäftsstraße raus, die zu eben diesem Square führt. Die vielen Pubs in den Nebenstraßen dieser Geschäftsstraße wurden jedoch erst die Tage entdeckt. [Man sollte sich halt im Vorfeld einer Reise bereits näher über die Stadt und das dortige Nachtleben informieren.] Unsere Protagonisten landeten jedoch in einem halbwegs ordentlichen Pub mit Livemusik. Hier gab es erste Efes zu trinken. Eine Biermarke, die CK von anderen Reisen bereits bestens bekannt war und ordentlich mundete. Paul schmeckte das Bier ebenfalls. Gegen zwei Uhr ging es auf Taxisuche. An einer Hauptstraße hielten gleich mehrere Fahrer an, mit denen Preisverhandlungen geführt wurden. Als der Preis passte, ging es zurück zum Hotel und endlich in die Heia. [Auch hier eine kritische Anmerkung: eigentlich ist es am besten erst gar keine Preisverhandlungen zu führen, sondern gleich darauf zu bestehen, dass der Fahrer den Taxameter anmacht. Mit ziemlicher Sicherheit wird dieser offizielle Preis günstiger sein als quasi jeder Fahrervorschlag.]

Am Sonntag ging es nach einem Besuch der Wechselstube und dem Einkauf von Sonnencreme vom Hotel zur Neuen Moschee (Yeni Cami), der Nachbarmoschee (Name ist dem Autor jetzt entfallen), auf den ägyptischen Gewürzebazar und in die unzähligen angrenzenden Geschäftsstraßen. An der Moschee wurde ein erster schwarzer Tee getrunken. In einem Restaurant wurde zu Mittag gegessen. Für CK gab es Linsensuppe und Salat. Fanshops von Besiktas und Galatasaray befanden sich in Nähe der Post. David kaufte sich ein Besiktas-Shirt für umgerechnet ca. 33 Euro. Das ist noch ein vernünftiger Preis, wie man ihn in Deutschland nur bei Schlussverkäufen eventuell noch kennt. Der Verkäufer im Shop interessierte sich witzigerweise gar nicht für Fußball, sondern mehr für Basketball. Er konnte also keine Antwort auf CKs Frage geben, der sich nach dessen Meinung über den früheren Besiktasspieler und heutigen Nationaltrainer der Türkei, Stefan Kuntz, bekanntlich auch eine absolute FCK-Legende, erkundigen wollte. Gegen Abend wurde eine absolut empfehlenswerte Schiffsfahrt über den Bosporus gemacht. Hier konnten andere Schiffe und unzählige nachts beleuchtete Gebäude der Stadt bewundert werden. Vorher wurde noch ordentlich Tee bei einem Händler in unmittelbarer Nähe des Hotels eingekauft. CK kaufte Mango, Apfel und Granatapfel. Er hatte für 2kg Teepulver am Ende und kann somit wohl quasi ein Jahr lang Tee aus der Türkei zuhause trinken.

Am Montag begleitete CK seine beiden Mitfahrer erstmal zu einem Süßwarengeschäft. Ihnen gefiel das Frühstück im Hotel nicht sonderlich und so verzichteten sie darauf um mit Köstlichkeiten wie Baklava in den Tag zu starten. CK trank hingegen nur einen Tee. An diesem Tag standen die großen Sehenswürdigkeiten, teilweise noch aus der Zeit des alten Konstantinopels, auf dem Programm: die Hagia Sophia Moschee, die Blaue Moschee, das alte Hippodrome mit zwei Obelisken, der Schlangensäule und dem Deutschen Brunnen (ein Andenken an den Besuch Kaiser Wilhelms 1898). Vor der Hagia Sophia war eine ellenlange Schlange, so wurde zunächst auf einen Besuch verzichtet. Am Nachmittag kamen unsere drei Helden jedoch zu ihrer eigenen Überraschung fast ganz ohne Wartezeit doch noch hinein. Der Außenbereich ist schon imposant, der Innenbereich aber noch mehr. Kaum in Worte zu fassen. Fotos kucken! Die Blaue Moschee wurde renoviert. Daher verzichteten Paul und CK auf einen Besuch, David begab sich jedoch hinein und schoss 1,2 Fotos. Zu Mittag wurde auf einer schönen Terrasse gegessen. Für CK gab es eine Linsensuppe. Interessant in Istanbul ist übrigens, dass viele Restaurants gar keinen Alkohol anbieten, sei es aus religiösen und/oder wirtschaftlichen Gründen. Es gab jedoch noch zwei Bier später in einem anderen Lokal. Der Park um den Topkapi Palast wurde nachmittags ebenfalls besichtigt. Das Topkapi Museum selbst jedoch nicht. Eigentlich schade, denn CK hätte vielleicht doch gerne mal den berühmten Dolch des Sultans gesehen, den sie im berühmten Film (von 1964) mit Maximilian Schell, Peter Ustinov und Melina Mercouri stehlen wollen. Gegen Abend blieb CK auf seinem Zimmer, da seine Leiste ein wenig zwickte, während Paul und David alleine zu Abend aßen. Sie entdeckten ein sehr leckeres Restaurant namens Ethnica, was noch zweimal auf dieser Reise besucht werden sollte.

Am Dienstag wurden erstmal Besorgungen gemacht. U.a. kauften Paul und CK sich beide jeweils neue Schuhe bei einem Händler. Nachmittags wurde die Basilika cistern, der sogenannte "Versunkene Palast" der alten Zisterne besucht. Jene ist schon recht beeindruckend, zumal manche Werke von verschiedenen Künstlern hier ausgestellt werden. Zu Beginn waren unsere Helden skeptisch wegen der Warteschlange, doch jene bewegt sich doch recht schnell weiter. Am Abend ging es mit der Trambahn nach Tophane, von dort aus zu Fuß den Berg hoch zu den vielen Pubs und Restaurants um den Taksim Square herum. In einem Restaurant wurde zu Abend gegessen. CK trank ein Glas Rotwein zu den Nudeln. Später ging es in ein Lokal namens "Seven Corner" oder so ähnlich. Hier wurden einem- vermeintlich kostenlose- Tortillas und Erdnüsse auf den Tisch gestellt, die jedoch später auf der Rechnung mit drauf standen. Dreist! Auch wenn in Istanbul trotz Inflation für Luxemburger die Preise immer noch recht billig sind, so geht es hier nicht um das Geld an sich, sondern um das Prinzip. Sowas macht man nicht. Punkt. Zeitgleich landete die Fangruppe der Compadres um Raym und Ben in Istanbul und bezog ebenfalls das Hotel "Miss Istanbul". Sie sollten an ihrem ersten Abend in Istanbul gleich bis in die frühen Morgenstunden um die Häuser ziehen. Höhepunkt des Abends wurde der "Dorock Heavy Metal Club". Hier spielte eine türkische Metalband namens Frozen Minds über drei Stunden lang und brachte dabei u.a. Gassenhauer von Mötörhead und Iron Maiden. Vor allem David ging ordentlich ab, CK aber auch. Das Bier war zudem spottbillig. Nach Ende des Konzerts fragten zwei Deutsche namens Jan und Fabian noch auf englisch nach, woher die drei Luxemburger denn kämen. Mit ihnen wurde in der Folge auf deutsch gequatscht. Beide waren aus München. CK konnte sich natürlich die eine Frage nicht verkneifen. "Rot oder blau?" Der Dickere der beiden meinte sofort, sein Herz würde seit Kindesbeinen an für Team Rot schlagen. Er schwärmte in der Folge gar noch von der Stimmung beim FC Augsburg. Hilfe! In der Folge wurde lieber über Auswärtsfahrten mit Luxemburg und Reisen allgemein geredet. Die beiden Münchner wollten noch weiter nach Georgien. Ein Land, welches CK ebenfalls noch nicht besucht hat und in dem ein Länderpunkt abzuholen wäre. Gegen drei Uhr ging es mit einem Taxi von Tophane zurück zum Hotel.

Am Mittwoch brach CK gegen Mittag mit der Tram alleine nach Kabatas auf. Er schoss dort einige Fotos vom Dohmerbahce Palast, dem Clocktower, der Dohmerbahce Moschee, den Schiffen im Hafen und dem Vodafone Park auf der anderen Straßenseite. Der Vodafone Park ist die Heimat von Besiktas Istanbul. Vor dem Eingang ist ein schöner Adler zu sehen. Eine Museumstour wäre an diesem Tag möglich gewesen, leider aber keine Stadiontour. CK verzichtete auf die Museumstour und begab sich zu Fuß hoch zum Kulturzentrum Atatürk. Hier genehmigte er sich einen Caesar's Salad in einem Rooftop Restaurant und genoss die Aussicht über Istanbul. Im besagten Kulturzentrum gibt es eine Bibliothek, Theater, Kino, Tanz usw. Im Anschluss ging es zum Taksim Square, wo die dortige Moschee und das Denkmal der Republik vor CKs Linse landeten. Interessierte seien an dieser Stelle auf die vielen Fotos der Reise auf Facebook hingewiesen. In der Geschäftsstraße konnte die dort fahrende uralte rote Mini-Trambahn bewundert werden. CK war gut in Form an diesem Tag und so lief er zu Fuß zurück nach Sirkeci. Hierbei passierte er erneut die Galatabrücke.

In Sirkeci befindet sich der Bahnhof Istanbuls. Drei Rolltreppen ging es tief hinunter in die Erde. Mit dem Marmaray (einem interkontinentalen Pendlerzug) ging es unter dem Bosporus hindurch in den asiatischen Teil Istanbuls, wo der Zug wieder oberirdisch fährt. CK begab sich zum Şükrü Saracoğlu Stadion, der Heimat von Fehnerbahce Istanbul, einem sehr bekannten Fußball- wie auch Basketballverein Istanbuls. Hier konnte für 75 Lira eine Stadion- UND Museumstour gebucht werden, was unser Held sofort tat. Er durfte den Innenraum des Stadions betreten, die Haupttribüne, die Katakomben, die (natürlich mit Taktiktafeln ausgestattete) Kabine der Heimmannschaft, den Spielertunnel und die Spielerbänke. Es gab Erklärungen auf türkisch und auf englisch. Bei Fehnerbahce waren mit Werner Lorant und (gleich zweimal) Vitor Pereira auch zwei ehemalige Löwentrainer tätig gewesen. Ihre Namen waren an einer Treppenwand zu lesen ebenso wie natürlich der Name "Christoph Daum". CK ließ natürlich auch ein Foto von sich auf der Spielerbank schießen. Im Museum konnten alte Trikots, Wimpel, Plakate, Fotos und Artikel, zig gewonnene Pokale und andere Souvenirs bewundert werden. Ein Besuch Atatürks bei dem berühmten Klub ist mit Figuren nachgestellt worden. Vor Verlassen des Stadions (via Fanshop) legte CK dem Führer noch ans Herz sich das Länderspiel am Tag danach anzusehen, er sei wie immer dort zu sehen und würde sein Bestes geben, Luxemburg ähnlich frenetisch zu unterstützen wie die Türken ihr Team, *GGG*. Zurück im Hotel erfuhr CK, dass es David nicht gut ging. Er hatte wohl Magen/Darmprobleme. So aßen Paul und CK alleine im Ethnica zu Abend. Es gab Suppe und leckere Pasta. Zudem schmackhaften Kräutertee.

Am Donnerstag testeten Paul und CK gegen halb zwei die Sauna und schwammen einige Runden im Swimming Pool. Paul buchte zudem eine Taxifahrt zum Flughafen für den Tag danach und ließ einen Teil seiner Wäsche in einem Wachsalon waschen und bügeln. Zu Mittag wurde wieder im Ethnica gegessen. Für CK gab es wieder eine leckere Suppe und Salat. Gegen 18 Uhr ging es mit einem Taxi zum North Shield Pub in Basaksehir. Die Fahrt dauerte doch tatsächlich über eine Stunde, dem Stau auf den Straßen sei Dank. Immerhin entgingen die Fans so dem Regen. In besagtem Pub waren die anderen Compadres anzutreffen: die sieben am Dienstagabend angereisten Jungs um Reiseleiter Ben und Raym sowie Domi mit seiner Freundin, die beide bereits am Freitag zu einer ausgiebigeren Stadtbesichtigung angereist waren. Die Gruppe hatte vorher im Spielerhotel die bestellten Freikarten abgeholt. Während David wegen seiner Magenbeschwerden Wasser trank, gab es wieder Efes für Paul und CK. Irgendwann brachen die Compadres mit Taxis zum Stadion auf. Unsere drei Protagonisten blieben noch ca. 20 Minuten länger und taten es ihnen dann gleich.

Das Fatih Terim Stadion wurde schnell erreicht. Am Eingang zum Block F begegneten CK und Co. noch Semé und zwei anderen Luxemburgern. Insgesamt 15 Supporter der Nationalmannschaft waren an diesem denkwürdigen Abend also anwesend. Am Eingang wurde Pauls Flagge noch kontrolliert. Die türkischen Ordner wollten so vermeiden, dass eine falsche unpassende Flagge oder ein fragwürdiges Banner ins Stadion mitgeschleppt wurden. Die Luxemburger Fans hatten einen von Polizei und Ordner abgetrennten eigenen Sitzplatzblock, wobei sie natürlich außer in der Halbzeitpause durchgehend standen. Zum Spiel: Luxemburg ging vor 12 708 Zuschauern gleich dreimal in Führung und holte am Ende mit dem 3-3 einen durchaus verdienten Punkt. Marvin Martins nutzte frühzeitig ein Missverständnis zwischen türkischem Torwart und Verteidiger zum 0-1 aus. Chanot verursachte einen Elfmeter zum Ausgleich, ehe Sinani nach einem tollen Ballgewinn und einer tollen Vorlage von Borges den Ball zum 1-2 in die Maschen setzte. Postwendend fiel jedoch erneut der Ausgleich. Der an diesem Abend vom Pech verfolgte Chanot haute bei einer türkischen Hereingabe in den Strafraum den Ball ins eigene Tor. Er wurde zur Pause für Lars Gerson ausgewechselt. So nahm ein unterhaltsames Spiel seinen Lauf. Ein Spiel, bei dem mehrmals lautstark gejubelt werden konnte. Auch in der zweiten Hälfte hielten die Luxemburger gut mit, hatten zudem bei einigen türkischen Großchancen das nötige Verteidigungsglück. Gleich zweimal wurde der Ball knapp vor der Torlinie geklärt. Luc Holtz wechselte goldrichtig und brachte Florian Bohnert für Vincent Thill. Besagter Bohnert war kurz darauf völlig frei auf der rechten Seite, bekam den Ball, bediente mustergültig Gerson Rodrigues im türkischen Strafraum und dieser schob den Ball zum 2-3 ins Netz. Die Freude im Luxemburger Fanlager war riesengroß. Die türkischen Fans, die durchaus keinen schlechten Support ablieferten, waren hingegen weniger erfreut. Dem eigenen Team gelang jedoch immerhin noch der Ausgleich. Jener konnte die Freude der Anhänger der "rouden Léiwen" jedoch kaum trüben. Auch ein einziger Punkt war an diesem Tag irgendwie ein moralischer Sieg. Selbstverständlich waren unsere Helden auch wieder mehrmals schön im Fernsehen zu sehen. Sowohl bei den Toren als auch bei der Nationalhymne. Kennt man ja mittlerweile gar nicht mehr anders ;-)

Nach Abpfiff mussten die Luxemburger Fans noch ein wenig in ihrem Block ausharren, bevor es unter Polizeischutz nach draußen ging. Ihnen wurden zugleich Taxis zurück zum Hotel besorgt. Danke für diesen tollen Service! Ob wirklich eine objektive Gefahr seitens enttäuschter türkischer Fans bestand, sei mal dahingestellt, aber einen solchen Service nimmt man doch immer wieder gerne an. David und Paul aßen noch eine Pizza im Dominos, die anderen Compadres bestellten sich ordentlich Fleisch in einem Restaurant gegenüber vom Hotel und für CK ging es nach Bestellen eines Shuttlebusses für den Morgen danach aufs Hotelzimmer.

Am Freitag brach Paul schon frühzeitig zum Istanbuler Flughafen auf. Für ihn ging es mit einem Inlandflug weiter nach Antalya, wo er noch eine Woche Urlaub vor sich hatte. David und CK frühstückten ein letztes Mal zusammen. Gegen elf Uhr checkten sie aus dem Hotel aus. In einem Shuttlebus ging es zum Flughafen. In Istanbul muss man zweimal durch eine Gepäckkontrolle. Einmal gleich am Eingang (noch vor einem etwaigen Einchecken und einer etwaigen Gepäckabgabe) und noch einmal nach Passieren der obligatorischen Passkontrolle. David kaufte im Duty Free Shop noch Shishatabak für einen Freund ein. Mit dem 15-Uhr-Flug der Turkish Airlines ging es zurück in die Heimat. Gegen halb sechs ging es durch die Passkontrolle in Luxemburg. Während David mit Bus und Bahn nach Hause aufbrach, suchte CK nach seinem Shuttle. Aus irgendeinem organisatorischen Grund konnte das Unternehmen ULT ihn jedoch nicht in einem Shuttle mitnehmen, sondern hatte ihm stattdessen einen Taxifahrer bestellt. Das war dem Autor dieses Berichtes genauso recht. Mit einem recht gesprächigen Portugiesen ging es auf den Belval und so endete eine richtig geile Auswärtsfahrt. Wohin es beim nächsten Mal mit den "rouden Léiwen" hingehen wird, entscheidet sich bei der Auslosung der nächsten EM-Qualifikation am neunten Oktober. Bis dahin allen Lesern alles Gute!, gez. euer CK.

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