7.11.2004. DIE FAHRT NACH SAARBRÜCKEN

An diesem Sonntag morgen erwachte CK um halb neun in Heiners Zimmer in der Ville, wo er mit dessen Schlafsack und Decke auf dem Fussboden übernachtet hatte. Die Woche über war der Luxemburger in Kaiserslautern gewesen, wo er in Gilles' Wohnung nächtigen konnte. Freitag abend war natürlich wie so oft in der Vergangenheit das Hard Rock angesagt gewesen. Dort feierte Sarah im rattenscharfen Minirock (*GGG*) ihren 24ten Geburtstag. Der Abend sollte sich als sehr lustig wieder mal erweisen, zumal auch Marcus und Bernhard noch vorbeischauten. Es gab dunkles Weissbier, gute Musik und nette Leute wie immer. Mit einem Rastafari und früheren FCKhool wurde später noch Krefelder getrunken und es wurden interessante Gespräche mit drei Bush-Wählern aus den Staaten geführt. Einer darunter war recht sympathisch, die anderen beide weniger. So lernte CK von einem recht agressiven Kerl, dass Europas Problem Nummer eins der Sozialismus sei, denn Hitler sei ja auch Sozialist gewesen ;))) Ausserdem sind die USA das geilste Land der Welt und Deutschland und Luxemburg sind ein Dreck dagegen, weil dort nicht jeder einen Ständer bekommt wenn er seine Landesflagge sieht. Kerry ist ein Lügner und Landesverräter, weil er sich abfällig über Vietnam geäussert hat, ohne die USA wäre Europa jetzt noch voller Nazis und vor allem die Franzosen sind ein solch undankbares Geschwerl. Danke für diese Infos! Dank der Veröffentlichung dieser weisen Worte auf dieser HP werden bald einige Deutsche besser über Geschichte und Politik bescheid wissen und Bush hoffentlich bald den nötigen Respekt entgegen bringen, den er verdient, Heil den Freedom Fighters ;)

Ok, genug abgeschwenkt zur Politik, eigentlich geht es ja hier um Fussball. Nach diesem Abend und einem weiteren Abend auf einer 70/80er-Party im Cotton Club wachte CK also am Sonntag morgen bei Heiner in der Ville auf, wo er genächtigt hatte, weil es von dort aus kürzer zum Hauptbahnhof war als von Gilles' Wohnung aus. Erstmal geduscht, sich angezogen und dann verliess der Luxemburger gegen 10 Uhr das Studentenwohnheim. Mit dem Bus ging es nun zum Bahnhof, wo erstmal gefrühstückt wurde. Pünktlich fünf Minuten vor elf war CK am Bahnsteig, wo Bima und Olli ebenfalls auftauchten. Olli? Ja richtig, Olli. Der Sauerländer war bei einer Freundin in Kaiserslautern zu Besuch gewesen und entschied sich spontan dazu, ebenfalls im Zug mit nach Saarbrücken zu fahren. Zwei weitere Löwenfans aus Bietigheim waren ebenfalls am Bahnsteig und wollten den gleichen Zug nehmen.

11 Uhr fuhr die S-Bahn aus Osterburken mit Dr.Löwenkralle aus Heidelberg auf dem benachbarten Gleis ein. Zu sechst ging es nun zu den Ostfranzosen in die saarländische Landeshauptstadt, wo der Zug pünktlich zur Mittagszeit einfuhr. Am Bahnhof stimmten Fans des FCS gleich "Sitzt denn der junge Wildmoser noch?" an, woraufhin die Löwen begeistert "JAAAAAA, er sitzt noch, er sitzt noch..."zurückschrien. Nun ging es in die Innenstadt. Was tut man drei Stunden vor Anpfiff eines Fussballspiels dort ? Richtig, man geht ein, zwei Pils zusammen zischen. Dies taten die sechs Löwen im "Reichseck" in der Bahnhofsgegend, wo alte Mannschaftsposter vom 1.FCS hingen, darunter eins mit Felix Magath.

Kurz nach eins ging es Richtung Ludwigsparkstadion, wo es für Bima und CK noch ermässigte Stehplatzkarten für 5, 50 Euro gab. An den Ordnerkontrollen vorbei ging es in den Gästeblock (C1). Dort kostete eine Bratwurst 1,80 Euro und ein Pils 2 Euro. Viele grüne Marsmännchen in voller Kampfmontur standen hinterm Auswärtsblock rum und schindeten Eindruck. Ein paar wenige FCKfans waren auch nach Saarbrücken gekommen um den TSV zu unterstützen.

Nach und nach tauchten immer mehr bekannte Gesichter auf: Sebastian aus Ludwigshafen, Wodkabenni aus Idar, Martin und Carlos aus Basel, der Oberlöwe und Christian Demel mitsamt Frau aus Ingolstadt, Fritz Fehling, Franz Hell, Christian aus Velbert, Clarence, der Olchinger, Ondee...
Die Stimmung im Löwenblock war guter Durchschnitt, nicht weniger aber eben auch nicht mehr, die Stimmung war also wie meistens halt. Marco und Kraiburger heizten den Fans mit dem Megaphon ein. Viele zogen mit, viele aber auch nicht. Einige ratschten lieber wie auf einem Kaffeekränzchen. Naja jeder wie er mag...Natürlich gab es auch wieder die üblichen TSV-Wechselgesänge, diesmal zwischen Stehplatzblock und dem darüberliegenden Sitzplatzbereich. Von dort aus waren auch einige "Kaiserslautern"-Gesänge zu vernehmen, die von Saarbrückener Fans mit "FC Bayern" oder "Unterhaching" gekontert wurden. Lustig waren auch die "Ordner ins Regal"-Gesänge für die gelbe Armee auf der Aschenbahn vor dem Auswärtsblock ;)

Sechzig, heute in weissen Trikots, verschlief die ersten zwanzig Minuten völlig. So hiess es nach Toren von Bencik und Diane recht schnell 2-0 und es bahnte sich Schlimmes an. Das erste Tor ging auf die Kappe von Hofmann, der einen haltbaren Ball in die Torwartecke reinliess. Er sollte jedoch im Laufe des Spiels mit mehreren Glanzparaden seinen Fehler wieder gutmachen.
Die Raumaufteilung beim TSV war mehr als schlecht. So liefen die Abwehrspieler gleich bis zur Strafraumgrenze zurück, wenn die Saarländer in Ballbesitz waren statt bereits im Mittelfeld früher zu attackieren. Trotzdem war meistens ein Stürmer auf einer Seite ungedeckt. Unmöglich ! Was für ne katastrofale Abwehr der Bommer da bloss zusammengekauft hat ! Ein traumhafter Sonntagsschuss von Lehmann führte zum Anschlusstreffer für die Löwen, die sich in der Folge bemühten, nach vorne liefen und sich einige Chancen erarbeiteten, ohne dass jedoch viel raussprang. Mit 2-1 für den FCS ging es völlig verdient in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff gab der TSV Gas, das 2-2 lag nun in der Luft, doch es sollte nicht sein. Hagner köpfte in der 76ten Minute aus fünf Metern nach einer Ecke unbedrängt zum 1:3 ein.

Kraiburger stieg nach diesem Tor wutentbrannt über den Zaun um seine Fahne auf der anderen Seite abzuhängen. Keine gute Idee, denn die Ordner kamen gleich auf ihn losgestürmt und zogen ihn weg. Daraufhin machten sich einige jüngere Fans wichtig und stürmten gleich zum Zaun um die Ordner wüst zu beschimpfen. Ein Bierbecher kam ebenfalls aus dem Block geflogen. Nach der Personalaufnahme im Innenraum des Stadions wurde Stefan aber wieder freigelassen und durfte in Ruhe seine Fahne abhängen. Bleibt zu hoffen, dass ihm diese Aktion nun kein bundesweites Stadionverbot einbringt. Der eingewechselte Yilmaz Örtülu sorgte per Kopf schlussendlich noch für das 4-1 und die damit höchste Saisonniederlage der Löwen. Nach dem Abpfiff gab es vereinzelt "Bommer raus"-Rufe.

Olli, Kralle, Bima und CK verliessen das weite Rund und begaben sich zurück in die Stadt. Die Saarbrückener sangen auf dem Nachhauseweg fortwährend "4-1, 4-1", "Sechzig und der FCK, ihr Wichser" und "In München gibts nur einen Verein-Unterhaching !" um die weiss-blaue Anhängerschar zu ärgern, aber das tangierte CK nur peripher und entlockte ihm gerade mal ein gelangweiltes Gähnen.

In einer Imbißstube in Bahnhofsnähe genehmigten sich Bima und Kralle einen Döner, Olli und CK eine Portion Nudelsalat. Dabei wurde das deprimierende Thema Sechzig mal gewechselt und es wurde über Basketball geratscht. Frisch gestärkt ging es danach zum Bahnhof, wo sich die Fussballfans trennten. Kralle, Bima und Olli fuhren zurück nach Kaiserslautern, während CK mit ein paar Löwenfans aus dem Rheinland den Zug nach Trier nahm. Jene waren recht nett und gaben dem Luxemburger noch zwei Bier aus.

In Trier trennte sich CK von den Anderen und er fuhr über Luxemburg-City nach Belvaux-Soleuvre, wo er gegen zehn Uhr ankam. Zu Fuss ging es nun heim ins Elternhaus, womit eine trotz des bitteren Resultates gelungene und nette Auswärtsfahrt mal wieder ihr Ende fand. Der TSV muss nun allerdings unbedingt gegen Oberhausen nächste Woche gewinnen, weil sonst schaut es verdammt finster aus, was den von der Vereinsführung so großspurig angepeilten Wiederaufstieg angeht. Ein Ziel, was eigentlich jetzt schon nicht mehr wirklich ernst zu nehmen ist. Bis bald auf Giesings Höhen, gez. euer CK.

11.12.2005. DIE FAHRT NACH SAARBRÜCKEN

Um 9:08 Uhr ging die Reise an diesem Sonntag los. Mit dem Zug fuhr CK erstmal nach Luxemburg-Stadt. Dort kaufte er sich beim Bäcker in der Bahnhofshalle etwas zu Essen und betrat in der Folge den Zug nach Metz. In der französischen Stadt stieg er in den Eurocity nach Saarbrücken um. Und siehe da, das erste bekannte Gesicht wurde gleich gesichtet. Christian aus Velbert war auch im EC. CK setzte sich zu ihm und die beiden Löwen verratschten den Rest der Fahrt miteinander. Der Groundhopper war am Vortag beim Spiel des PSG im Pariser Prinzenpark gewesen und war nun unterwegs zu seinem Lieblingsverein. Logischerweise führte ihn sein Weg dabei über Metz, so dass die für CK zunächst überraschend und erstaunlich gewesene Begegnung mit dem Velberter in Lothringen nur logisch war.

Irgendwann kamen zwei französische Beamte des Grenzschutzes vorbei und fragten wo die beiden Sechzger hinfahren wollen. Sie antworteten "Saarbrücken". Daraufhin gingen die Beamten weiter und sprachen die anderen Leute im Waggon der Reihe nach an und stellten ihnen die gleiche Frage. "In Frankreich ist Schengen wohl noch nicht in Kraft" lästerte CK und grinste dabei. Leider hatte er nicht bedacht, dass die Beamten vermutlich auch deutsch verstehen würden. Einer drehte sich um und meinte forsch und mit leicht bösem Blick: "Non, ça n'a rien à voir." ;-)

In Saarbrücken angekommen, holten unsere beiden Protagonisten Harry am Bahnsteig ab, der mit dem RE60 aus Kaiserslautern angereist kam. In diesem hatte er einen ehemaligen Boxer des FCK kennengelernt, einen sehr sympathischen Kerl, der sich der Löwengruppe anschloss. Erstmal wurden zwei Sixpacks Bier im Drogerieladen am Bahnhof besorgt. Nach und nach trudelten auch die anderen Löwen ein. Zunächst Kralle, danach Verdandi mit Freundin Susi. Ulrich1860 musste leider krankheitsbedingt passen. Zu Fuss ging es nun zu siebt Richtung Ludwigspark, unterwegs wurden die Bierflaschen weggehauen.

Am Tickethäuschen kaufte der Luxemburger sich erstmal für 8 Euro eine Stehplatzkarte, Harry durfte mit seinem Schiri-Ausweis umsonst rein. Als die Löwen da so rumstanden, tauchten nach und nach immer mehr bekannte Gesichter auf: Harrys Namensvetter Sebastian Haas aus Ludwigshafen, Steffen aus Lippstadt, Martin und Carlos aus Basel, Michel vom Bodensee ... Auch der Alpenloewe war vor Ort, den CK endlich mal kennenlernte. Der Menzinger trank Mezzo-Mix mit Wodka, ein sehr eigenartiges Gemisch ! Diese verdorbene Alkopop-Jugend von heute hat einfach keinen Geschmack mehr :D. Martin erzählte, dass er und Carlos gegen Unterhaching (1:4) in der AllianzArena waren und es dort noch schlimmer als auf Schalke sei. Wie in einem gigantischen Einkaufshaus kommt Fussballfan sich im Arena-Innenraum mit den vielen diversen Läden vor, zudem schauen die drei Ränge im Zuschauerbereich alle gleich aus, nirgendwo bleibt der Blick lange an Etwas hängen, der Schwimmreifen ist künstlich, steril, plastikmässig, überkommerzialisiert und einfach hässlich. Martin hat es dort ziemlich schlecht gefallen und dies trotz einer- zumindest vor dem Besuch- weniger abgeneigten Haltung der Arena gegenüber wie die von CK an den Tag gelegte. Aber auch der Velberter hatte im Zug bereits erwähnt, wie scheisse die Arena doch sei, auch wegen den vielen neuen Zuschauern, die irgendwo so gar nicht zum Image des TSV 1860 passen. Nicht selten sind sogar Rote bei Löwenspielen in der Arena, nur weil sie aus Neugierde das Stadion mal sehen wollen und bei 1860 halt eher Karten bekommen als beim FCB. Diese Leute schämen sich nicht mal dafür, mit rotem Schal in die Arena zu gehen und Angst brauchen sie sowieso keine haben, da es die meisten Zuschauer schlichtweg nicht interessiert. Naja, wir sind ja eh alle Münchner, oder ? *kotz*

Zurück zu weniger scheusslichen Dingen. Nachdem sie das Stadion betreten hatten, traf CK drinnen auf weitere ihm sehr gut bekannte Löwen: OBu, Leschi, Achim, das Sechzgermadl, Wodkabenni, den Löwenbomber, die Gegentri-Biene usw. Wie auf einem Familientreffen. Harry und CK tranken ein Bier zusammen und sahen den Cheerleadern beim Vorprogramm zu. "Die werden sich ihre Fotzen schön abfrieren" bemerkte Harry trocken. Wodkabenni lachte. "Sowas müsste doch eigentlich von Dir kommen" meinte er zu CK.- "Der Harry ist schon noch schlimmer als ich, wenn es um sowas geht, der ist halt bloss sehr selten dabei" konterte der Luxemburger lachend.

Die Stimmung im Löwenblock war recht passabel, aber bei weitem nichts Besonderes. CK brüllte sich allerdings mal wieder heiser und versuchte die Leute um ihn rum zu animieren. Allerdings eher mit mässigem Erfolg. Bis auf die CN (die allerdings total auf ihren Capo und dessen Megaphon fixiert ist) kriegt quasi keiner mehr sein Maul auf. Von den Saarbrückern war auch kaum was zu hören. Irgendwann Anfang der ersten Halbzeit tauchte plötzlich Olli Landefeld aus dem Sauerland auf. "Kaum bin ich im Stadion, höre ich als Erstes doch gleich Dich schreien" meinte er lächelnd zu CK, was jener mal als Kompliment auffasste, *GGG*. OBu war da schon frecher und spasste rum, dass Gäste sich in Deutschland zu benehmen hätten ;-)

In der Halbzeitpause lud CK Olli auf einen Glühwein ein und sie unterhielten sich ein wenig über den Job des Luxemburgers im CVCE. Überhaupt waren die Gespräche mit den anderen Löwenfans an diesem Tag um einiges interessanter und spannender als das müde Ballgestochere auf dem Spielfeld. Über den Grottenkick gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Die Partie endete halt 0-0. Ein Duselpunkt für enttäuschende Münchner, die nur mit viel Glück und einem überragenden Timo Ochs im Tor eine Niederlage vermeiden konnten.

Der Lippstädter hatte in der zweiten Hälfte spasseshalber ein Auge auf eine nette Ordnerin mit rosa Haaren auf der Aschenbahn geworfen. Er begab sich zum Zaun runter und fragte den dort stehenden Ordner, ob er die gute Frau herschicken oder eventuell ihre Telefonnummer für ihn erfragen könnte. Der Mann lehnte ab. Auch auf Steffens Vorschlag, einen Zettel mit dessen Telefonnummer an die Frau weiterzureichen, ging er nicht ein. "Steffen ist verliebt" skandierten einige umstehende Löwen lachend. Immer wieder doofe spätpubertäre Aktionen auf Auswärtsfahrten ;D. Ansonsten gab es aber leider keine erwähnenswerten Vorfälle an diesem Tag, weder auf dem Rasen noch im Löwenblock. Obwohl... CK stritt noch mit einem anderen Löwenfan darüber, ob man nun auf internationalem Plan für die Roten sein müsse oder nicht. Der Luxemburger war natürlich der Meinung, dass es immer gut sei, wenn die Bayern auf die Mütze bekämen und er jederzeit lieber Chelsea, Mailand, Barcelona oder sonstwen gegen Bayern siegen als einen Sieg der Roten über diese Teams sehen würde. Das sah sein Gesprächspartner aber anders. Naja, die Löwen, die international dem Pack die Daumen drücken wollen, sollen das tun, CK wünscht sich aber lieber ein schnelles Ausscheiden der Deppen aus der Schwammerlliga, am besten bereits ein Aus im Achtelfinale.

Nach dem Spiel verabschiedete der Luxemburger sich von Wodkabenni, Sebastian und Olli, die beide zu ihren jeweiligen Autos aufbrachen. Mit Kralle und Co. ging es zurück zum Bahnhof. Auch die Gegentri-Biene tauchte wieder auf. Mit ihr wurde zusammen geratscht und noch viel gelacht.

Am Bahnhof angekommen, musste CK erstmal pinkeln gehen, bevor er Kralle und Gegentri-Biene noch zu ihrem Gleis begleitete und dort verabschiedete. In der Folge ging es noch mit Harry und dem Lauterer Boxer in die kleine Bahnhofskneipe. Dort trafen sie noch auf einen sympathischen Tischtennisfan namens Dirk und auf eine Gruppe Löwenfans aus Dillingen. Wieder nette Gespräche in angenehmer Atmosphäre, wieder Bier (Dirk gab CK sogar noch einen aus), die Zeit raste erbarmungslos weiter und viel zu schnell war das Ende eines geilen Tages mit den Löwen erreicht.

Kurz vor halb acht verabschiedete sich CK von Harry und den Anderen und brach zum CFL-Bus auf. Mit demselben ging es nun zurück nach Luxemburg-Stadt. Unterwegs führte unser Protagonist dabei noch lustige Telefonate mit Leona und ihrer Zimmernachbarin Julia. So verging die Zeit wie im Fluge und 20:45 Uhr war CK wieder in seiner Heimat. Erstmal nen Döner geholt und dann rein in den 21:20 Uhr-Zug nach Belvaux-Soleuvre.

Nachdem er bis dato die Reise ohne nennenswerte Pleiten, Probleme, Pannen und Komplikationen überstanden hatte, passierte CK nun am Ende des Tages doch nochmal ein dummes Missgeschick. Er schlief nämlich wieder mal im Zug ein und als er wach wurde, war er bereits in Pétange. Ausstieg verpasst, verdammt ! Also fuhr er noch bis zur Endstadion Rodange mit und wartete dort fast ne Stunde auf die Rückfahrt. Naja shit happens... Immerhin gab es in Rodange einen Cola-Automaten am Bahnhof, der CK's Körper mit Koffein versorgte. Um halb zwölf war unser Protagonist dann schlussendlich doch wieder in seinem Elternhaus und er legte sich alsbald schlafen, schliesslich musste er montags wieder zur Arbeit.

Fazit: Diese Fahrt in die Saarlandmetropole war ohne Zweifel eine recht blaue Auswärtsfahrt des Luxemburgers, aber sie macht Appetit auf mehr, denn so wurde 1860 früher jahrelang gelebt. Das ist halt Sechzig und Sechzig hat nix mit Askese zu tun, basta !
In dem Sinne: Prost, meine lieben Leser und bis zum nächsten Bier unter Löwen irgendwo in Deutschland, wenn der TSV irgendwie mal wieder irgendwo aufspielt und irgend ein mehr oder weniger wichtiges Resultat erzielt. Bis dahin allen Lesern alles Gute, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch nach 2006 !, gez. euer CK.

22.04.2018. DIE FAHRT NACH VÖLKLINGEN

Kurz vor zehn Uhr traf CK sich mit Thorsten S. alias Toto am Luxemburger Bahnhof im Café "Paul". Auf der Terrasse wurde ein Kaffee zusammen getrunken, CK aß zudem ein Schokobrötchen. Gegen halb elf ging es mit dem Rheinland-Pfalz-Ticket (Preis: 36 Euro, also 18 Euro/Person) mit Umsteigen in Trier nach Völklingen. Beide Protagonisten hatten viel Diskussionsstoff und so verging die Zeit wie im Fluge.

Gegen halb eins trafen der Offenbacher und der Sechzger am Bahnhof in Völklingen auf ein mit Toto befreundetes Pärchen. Jene hatten Karten für die Luxemburger dabei. 10 Euro im Vorverkauf. Die beiden OFC-Fans nahmen die Gäste aus Luxemburg im Auto mit zum Parkplatz der Gäste, an dem bereits einige Polizeiwagen stationiert waren. Sie kehrten in eine Sportsbar ein, in der CK zwei Pils trank. Hier trafen auch bald so einige weitere jüngere wie ältere OFC-Fans ein. Darunter ein weiterer Bekannter Totos. CK unterhielt sich mit Totos Freunden über Coach Olli Reck (der in der Fanszene anscheinend mittlerweile ziemlich umstritten ist, vor allem nach abfälligen verbalen und non-verbalen Bemerkungen Richtung Fans), die Saison der Kickers, Fanmärsche nach Frankfurt, die Relegation, 1860, das Pokalfinale Bayern-Frankfurt in Berlin (wo jeder von einem klaren Sieg der Roten ausging, den die Offenbacher natürlich im Gegensatz zum Autor dieses Berichtes begrüssen würden) und einiges mehr.

Irgendwann war es Zeit zum Spiel aufzubrechen und es ging zu Fuß zu dem kleinen Auswärtsblock hinunter. Das Hermann-Neuberger Stadion ist ein schuckliges kleines Stadion, in dem einige Teile "natürlich gesperrt" sind. So gibt es erst gar keine Gegentribüne hinter den Trainerbänken, der gesperrte Teil der Kurve gleich links neben dem Auswärtsblock war längst mit Gras überwachsen und gegenüberliegend ist eine große Halle für Musikkonzerte und Indoor-Sportveranstaltungen. Das Stadion ist die Heimat von Röchling Völklingen, in der dem 1.FC Saarbrücken bis zum Ende der Bauarbeiten im Ludwigsparkstadion Asyl gewährt wurde. Die FCS-Fans hatten ihren Stimmungsblock rechts neben der Haupttribüne. Ca. 3 700 Zuschauer waren an diesem Tag zum Spitzenspiel der Regionalliga Südwest gekommen. Sport1 übertrug live. Empfehlenswert im Stadion sind die gebratenen Lyonerwürste für 3 Euro. Toto mundete die Frikadelle.

Zum Spiel: Der 1.FCS ging früh mit 1-0 in Führung und schaltete danach in den Verwaltungsmodus. Spielerische Dominanz war keine zu sehen. Standardstärke wie bei den Löwen ebenfalls nicht. Ein einziger Freistoß kam in Hälfte zwei mal Richtung Offenbacher Tor. Eckbälle wenig verwertbar. Der OFC war bemüht, doch der finale Pass fehlte oft und zudem wurden ein paar gute Gelegenheiten zum Ausgleich kläglich vergeben oder der Torwart war zur Stelle. Auf jeden Fall machte der FCS an diesem Tag wohl keinem 1860fan wirklich Angst. Der Stadionsprecher vom FCS ärgerte CK. Genüsslich "weil es so schön ist" (O-Ton) gab er mindestens zweimal das den Abstieg wohl endgültig zementierende Resultat des 1.FCK gegen Dynamo Dresden (0-1) durch. Als gegen Spielende einige Saarländer "Ihr seid scheisse wie der FCK!" skandierten und die Offenbacher mit "Und ihr steigt sowieso nicht auf" antworteten, konnte CK es nicht lassen mitzuschreien. Das hätte er sicher nicht getan ohne die vorherige Provokation des Stadionsprechers. Aber so musste das halt raus. Einige Offenbacher kletterten noch auf den Zaun und beschimpften Ordner wie provozierende FCS-Fans im Block links neben der Haupttribüne. Daraufhin marschierte die Polizei im gesperrten "Pufferraum" auf und es passierte gottseidank nichts. Fast mit dem Schlußpfiff fiel noch das 2-0 und erst nach diesem Tor waren die Saarbrückenfans endlich mal lautstark zu hören. Deren Support war vorher ziemlich lausig. Einige Idioten sangen "Schade Kickers, alles ist vorbei" anstatt den eigenen Verein zu feiern, der eben endgültig die Aufstiegsspiele erreichte hatte.

Toto und CK wurden wieder am Bahnhof abgesetzt und traten mit dem Zug über Trier die Heimreise nach Luxemburg an. Im Zug nach Trier waren einige enttäuschte FCKfans auf der Rückfahrt vom Betze. Mit einem davon kamen unsere beiden Helden noch ins Gespräch und CK lud ihn für nächste Saison nach Giesing ein, falls es denn mit dem Aufstieg des TSV in die Dritte Liga klappen sollte. Wie sich herausstellte, kam dieser FCKfan aus Wittlich und kannte Thomas N., der immer zu Heimspielen Luxemburgs kommt. Die Welt ist klein ;-) Sein Mitfahrer war jedoch trotz FCK-Trikot eigentlich Bayernfan und öfters in der AllianzArena vor Ort. Kein weiterer Kommentar dazu ;-)
Wieder in der Heimat angekommen, verabschiedete sich CK von Toto und fuhr mit Ersatzbus und CFL-Zug über Bettembourg heim auf den Belval, gez. euer CK.

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