10.-16.10.2021. DIE FAHRT NACH PORTUGAL

Sonntags in der Mittagszeit begab sich CK zu Fuß zu Paul S. Mit ihm ging es im Auto nach Düdelingen um David B. abzuholen. Zu dritt wurde der Findel angesteuert. Das Auto konnte eine Woche auf einem Parkplatz der Luxair Tours in der Tiefgarage für 42 Euro abgestellt werden. Auf dem Flughafen war so viel los wie CK es noch nie in Luxemburg erlebt hatte. Jeder wollte wohl noch einmal schnell vor der nächsten Coronawelle in Urlaub fliegen. Eine lange Schlange hatte sich vor den Schaltern gebildet. Unsere drei Helden checkten ein, gaben ihr Gepäck auf und begaben sich durch die Sicherheitskontrollen. Gegen halb fünf ging es mit einem Flug der Luxair nach Faro. Die Hauptstadt der Algarve wurde 18:25 Uhr Lokalzeit erreicht. An der Gepäckausgabestelle gab es einen ersten Schock. Zwar waren Davids Koffer und CKs Sporttasche angekommen. Der Koffer von Paul blieb jedoch ebenso wie ein Gepäckstück einer älteren Dame verschollen. Der Verlust musste erstmal gemeldet werden. Zu allem Überdruss wartete der Shuttlebus von Luxair Tours nicht auf die drei Schlachtenbummler. Kaum zu glauben, aber wahr?! Eine Frau der Luxair Tours war jedoch noch am Flughafen anzutreffen und sie beorderte den Bus zur Freude der Insassen kurzerhand zurück. "Wéi kann daat dooten dann elo sinn?" meinte einer beim Einsteigen der drei Nachzügler. Allerdings. Gute Frage. Wie kann es sein, dass der Bus überhaupt abfahren durfte, bevor alle da waren? Der Verlust des Koffers löste eine Dominoreaktion aus. Unsere drei Helden erfuhren weder die Abfahrzeit des Busses zum Rückflug am Samstag (jene konnte das Hotel ihnen jedoch Tage später mitteilen), noch die Zeit von Pauls Coronatest am Freitag (der in der Folge aufgrund einer bereits gebuchten Tour verpasst wurde!) Die Businsassen wurden an ihrem jeweiligen Hotel rausgelassen. David, Paul und CK hatten ein Appartement im Komplex des Hotels Alfagar gebucht. Jene bieten sowohl "normale" Hotelzimmer wie auch Appartementzimmer mit Frühstück an. Das Appartement war zwar sehr sauber, die Einrichtung jedoch uralt. Zudem war die Abtrennung zwischen David und Pauls Schlafzimmer und dem Wohnzimmer (in dem ein Feldbett für CK aufgestellt war) nicht wirklich schallisoliert und die beiden konnten den Beleser in der Nacht leider schnarchen hören. Das Frühstücksbuffet war vor allem auf britische Gäste zugeschnitten. CK war somit ganz zufrieden (er mochte englisches Frühstück), die anderen weniger. Sie fanden die Qualität des Essens eher medioker. Leider hatte auch der zum Hotelkomplex gehörende Supermarkt geschlossen. Vor dem Schlafengehen wurden noch erste Bier und Cider in der Hotelbar "Tavern Pub" getrunken. CK aß leckere Fish and Chips bzw. vielmehr einen leckeren Fish mit schlechten Pommes, wie man sie typischerweise aus Portugal und Brasilien kennt. Paul war sichtlich froh, hier keine Halbpension, sondern nur Frühstück gebucht zu haben. Ein extra eingestellter Sänger sang verschiedene Lieder. Er war jedoch so schlecht, dass CK zunächst fälschlicherweise davon ausging, es handele sich um einen Karaokeabend ;-) Das Ganze war jedoch recht lustig, zumal Kinder mit Spielgitarren begeistert um den Sänger rumtobten. Das Alfagar ist auf jeden Fall sehr familienfreundlich. CK sprach von der "Kinderdisko". Nur nicht die gute Laune vermiesen lassen. Urlaub ist Urlaub.

Am Montag ging es zu Fuß vom Hotel nach Albufeira. Erst einmal zum Strip (wo am helllichten Tag jedoch nichts los war), dann runter zum dortigen Strand. Hier tranken David und Paul ein erstes Bier. An einem Nachbartisch saßen bereits ein paar- CK jedoch unbekannte- Luxemburger. Mit einem Tuktuk ging es zum Hafen nach Marina. Hier befanden sich auch vereinzelt Hausboote und die umliegenden Häuser waren schön bunt angestrichen. Die Fahrerin des Tuktuks brachte die drei Helden später noch in die Altstadt. Hier klapperte David noch einige Souvenirläden ab, bevor es zum Strand ging. In einer Strandbar gab es leckeres Sangria. CK verzichtete darauf Bier zu trinken, da ihm weder das portugiesische Superbock noch das spanische San Miguel (was in der Algarve mit am beliebtesten ist!) wirklich mundeten. Am Strand waren einige Schönheiten zu bewundern. Zudem waren bereits ein paar Luxemburger anwesend, die Lieder anstimmten. Sie sollten am darauffolgenden Tag ebenfalls beim Spiel dabei sein. Paul und CK unterhielten sich lebhaft über Wirtschaftspolitik. Zum Abendessen ging es ins Casanova, in dem David zum ersten Mal in seinem Leben Picanha aß. Er war begeistert. Für CK gab es Gemüsesuppe und Penne all'arrabiata (so gar nicht portugiesisch, sondern italienisch, aber egal...) Hauptsache das Essen war gut. Mehrere Spiele wurden an diesem Abend quer durch die Altstadt live übertragen und ließen auf die Herkunftsnationen der Touristen schließen: Estland-Wales (0-1), Niederlande-Gibraltar (6-0) sowie Nordmazedonien-Deutschland (0-4). Zuerst befanden sich unsere drei Helden in einem Irish Pub, in dem jedoch wenig los war. Später begaben sie sich in eine Location namens "Vegas", in der noch einiges los war, sowohl drinnen als auch auf der Terrasse. Ein Sänger sang live. Jener konnte singen im Gegensatz zu dem Typen im Hotel am Vorabend. Die Party ging richtig ab, die Stimmung war großartig und alle hatten ihren Spaß. Ein Clown trat auch an mehreren Orten in der Altstadt auf und amüsierte Einheimische wie Touristen mit seinen Gags. Irgendwann war es Zeit ins Bett zu gehen und David bestellte eine Fahrt mittels Uber-App. Das klappte wunderbar. Uber ist sehr beliebt in Portugal und eine echte, vor allem preiswertere, Alternative zu Taxis. Eine geile Blondine hob auf dem Bürgersteig noch ihren Rock kurz hoch und offenbarte zum schelmischen Grinsen ihres Freundes ihren fast nackten Prachtarsch und ihren String. Nightlife in Albufeira...In der Zwischenzeit hatte übrigens Pauls Koffer den Weg zum Hotel gefunden.

Am Dienstag ging es mit einem Linienbus nach Faro. Hier wurden sich erstmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen: der Hafen, das alte Zollhaus, die historische Altstadt mit der Kathedrale (tolle Aussicht oben vom Glockenturm!), die Kirchen Sao Pedro und Do Carmo... Paul machte einen Schnelltest in einer Apotheke um abends zum Länderspiel gehen zu dürfen. Jenes fand nämlich unter 3G-Konditionen statt. Der Test kostete 20 Euro. Am Nachmittag trafen sich viele Luxemburger Fans im "Three Points", darunter u.a. Dan, Raym, Laurent, Armand, Gerry und Olli. Sie hatten am Vorabend bereits ordentlich in Faro vorgefeiert und wussten von einem Irish Pub namens "Pipes" zu berichten. Dieses wurde alsbald besucht. Die Stimmung im Vorfeld des Spiels war recht gut. Mit zwei großen Taxis (für jeweils 7-8 Personen) ging es zum Estadio Algarve, welches in der Pampa draußen liegt und nicht mit dem ÖPNV erreicht werden kann. Hier spielt kein einheimisches Team, sondern nur recht selten mal die portugiesische Nationalelf. Zudem trug Gibraltar temporär hier einige Länderspiele aus. Die Fahrt zum Stadion war recht lustig. Wer dabei war, weiss bescheid ;-) Am Stadion angekommen, wurde erstmal eine Covidstewardess aufgesucht. Jene kontrollierte den negativen Coronatest oder das positive Impfzertifikat sowie den Personalausweis und händigte Bändchen aus, ohne die das Stadion nicht betreten werden konnte. Guy B. war ebenfalls mit drei Freunden angereist und CK übergab ihm vier von Kevin besorgte Karten. Eine Karte für den Auswärtsblock kostete übrigens gerade einmal 10 Euro. Zum Spiel gibt es hier nicht viel zu lesen. Portugal gewann halt verdient mit 5-0. Gleich dreimal traf Cristiano Ronaldo, zweimal davon per Elfmeter. Der erste Elfmeter wenige Minuten nach Anpfiff war allerdings wohl ein Geschenk des Schiedsrichters, denn das Foul wurde außerhalb des Strafraums begangen. Wieso der Videoreferee diese Fehlentscheidung nicht korrigierte, weiß nur der Kuckuck. Die Hoffnung auf eine Überraschung war also schnell zerschlagen, die Spannung dahin und die Stimmung eher mager. Die Portugiesen hingegen feierten natürlich ihre Truppe und schwenkten euphorisch ihre Fahnen bei jedem Tor. Nach dem Spiel ging erstmal die Suche nach einem Taxi los. Hierbei trafen unsere drei Helden auf einen ehemaligen Beggener Trainer namens Clement, der es schaffte ein Taxi herbei zu winken. Zu viert ging es zurück in die Stadt. Nach dem Verspeisen einiger Onion Rings in einem anderen Irish Pub ging es zurück ins "Pipes", wo der Bär steppte und zahlreiche Luxemburger am Hopfentanken waren. Die Stimmung war richtig geil. Erst recht als die Livemusik begann. Ein betrunkener Fan namens Louis stürmte sogar mal die Bühne, nahm mit Zustimmung des Sängers Mikrofon und Gitarre und trug seine eigene Version von "Some People Call Me the Space Cowboy" vor *LOOOL*. Besagter Fan torkelte später mit der Hilfe Domis halb tot in sein Hotel, welches sich glücklicherweise gleich um die Ecke befand. David, Paul und CK fuhren mit einem Uber zurück in ihr Hotel.

Am Mittwoch waren unsere drei Helden nicht wirklich in Form, schliefen länger und begaben sich erst gegen 10 Uhr zum Frühstück. Später ging es an und in den Hotelpool. Das Wasser war am Anfang recht kalt, jedoch gewöhnte man sich schnell an die Temperatur. Der ganze Alfagar-Hotelkomplex ist recht groß. Nachmittags ging es noch über den belegteren unteren Teil (hier gab es auch Rutschbahnen für die Kinder), inklusive Abstecher in eine dort liegende Strandbar, zum lokalen Strand hinunter. David und CK zogen ihre Schuhe aus und liefen barfuß am Strand entlang, während die Wellen ihre Zehen umspielten. Auf einer Terrasse wurde ein Cider genossen. Zum Abendessen ging es in "The Market", wo eine sympathische, französisch sprechende Bedienung arbeitete. CK genehmigte sich eine leckere Tomate à la Crème als Vorspeise und Tagliatelle aux crevettes et aux légumes als Hauptspeise. Dazu gab es schmackhaften Rotwein für Paul und CK. Später ging es in einen Luna Park, wo sich noch ordentlich amüsiert wurde. David erwies sich vor allem als guter Basketballwerfer, CK hatte es eher mit dem Abschießen von Clown- und Pinguinfiguren mittels kleinen Bällen und Paul war am Air Hockey Tisch kaum zu schlagen. Zum Abschluss des Abends ging es noch einmal über den Strip. Hier kehrte man kurz auf ein viel zu süßes Cider ein. Zudem tauchte urplötzliche eine Kakerlake auf dem Tisch auf. Die weiblichen Bedienungen waren sichtlich erschrocken und eine der Beiden schlug mit einem Handtuch nach dem Insekt, was zunächst Richtung David flüchtete, dann aber doch wohl davonflog. Jedenfalls war es nunmehr verschwunden. CK lachte nur. Mit einem Uber ging es später zurück ins Alfagar.

Am Donnerstag ging es mit einem Uber in eine große Shopping Mall. David wollte einkaufen gehen. Am Ende kauften jedoch alle drei jeweils ein neues Badetuch und ein neues Parfüm. David und CK kauften sich zudem ein neues Tshirt(für CK gab es ein Shirt der Netflix-Serie "Casa de Papel"), David und Paul entdeckten Produkte aus Kork. Zudem wurde Wasser eingekauft, da der Supermarkt im Hotelkomplex ja leider geschlossen hatte. Der Nachmittag wurde im und am Hotelpool verbracht, auch das Indoor-Schwimmbad wurde kurz besucht und ein paar Runden geschwommen. Die Sauna war leider außer Betrieb...Sehr schade! Zu Abend aß man in einem Restaurant unweit des Strips, so dass später noch einmal der Lunapark besucht werden konnte. Zudem ging es zum Abschluss des Abends in eine irisch-amerikanische Sportsbar namens Wild&Co., in der jeden Abend Livemusik gespielt wurde.

Am Freitag ging es mit einem Bus von "Follow me" nach Lagos. Hier wurde die Kirche des heiligen St.Antonio, der alte Sklavenmarkt, die Fußgängerzone und die Überreste der Festungsmauern besichtigt. Im Anschluss ging es weiter nach Sagres zu einem Aussichtspunkt über die Bucht. Endstation der Bustour war das Cap St.Vicente, der südwestlichste Punkt Europas. Hier endet die Algarve in einer felsigen, bis zu 70 Meter hohen Steilküste mit karger, baumloser Vegetation. Die Christen benannten die Küstenspitze nach dem Heiligen Vinzenz von Saragossa, einem Schutzpatron der Seefahrer. Der Legende nach soll dort im Jahr 304 der Leichnam des Märtyrers in einem Boot angetrieben und geborgen worden sein. Hier befinden sich auch der lichtstärkste Leuchtturm Europas, zwei Souvenirshops und ein Café. Unsere drei Protagonisten schossen Fotos und bewunderten die beeindruckende Landschaft und das Meer. Zu Abend wurde in einem indischen Restaurant gegessen und es ging ein letztes Mal ins Wild&Co. auf ein paar Guinness und Cider.

Am Samstag checkten unsere drei Helden gegen elf Uhr aus dem Hotel aus. Den Nachmittag verbrachten sie am Hotelpool liegend oder im Wasser desselben schwimmend. 15:45 Uhr ging es mit einem Shuttle zum Flughafen nach Faro. Hier angekommen, musste Paul noch einen Schnelltest über sich ergehen lassen. Gottseidank war dieser negativ und so konnten alle drei Jungs zum Rückflug einchecken. 19 Uhr ging es mit der Luxair zurück in die Heimat. Nach der Landung in Luxemburg gegen 23 Uhr Ortszeit stellte CK erstaunt fest, dass wegen Corona erstmal jeder im Flugzeug sitzen bleiben musste und erst nacheinander jede Sitzreihe das Flugzeug verlassen durfte. Er drückte sich jedoch frecher Weise vor, aber psst, nicht weitersagen! ;-) Nach Abholen des Gepäcks (diesmal ging kein Koffer verloren) wurde David noch in Düdelingen abgeliefert und Paul und CK fuhren heim auf den Belval. So endete ein schöner Kurzurlaub in der Algarve, der Lust auf neue Abenteuer gemacht hat. In dem Sinne: bis dahin, liebe Leser, gez. euer CK.

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