20.03.2022. DIE FAHRT NACH MANNHEIM

Gegen acht Uhr ging es für CK in einem Zug der CFL nach Bettembourg, von dort aus wegen Gleisarbeiten mit einem Ersatzbus nach Luxemburg-Stadt. Geld am Automaten abgehoben, Sandwich und eine Apfelschorle eingekauft und ab in den Bus nach Saarbrücken. Von dort aus ging es nach dem Verspeisen des Sandwiches mit einem TGV weiter nach Mannheim. 12:17 Uhr wurde die Quadratestadt erreicht. Unterwegs erfuhr CK über einen FB-Post eines gemeinsamen Freundes vom Tod seines Freundes Toff. In letzter Zeit hatte er Toff leider nicht mehr gesehen, auch weil dieser wegen den xG-Regeln fast nirgendwo mehr hingehen konnte. Er hätte sich jedoch gefreut ihn bald mal wieder zu sehen, auch um kontrovers über die jüngsten Entwicklungen in der großen Weltpolitik zu debattieren. Daraus wurde nun leider nichts mehr. Ein echter Schock! Was genau passiert ist, ist zudem auch beim Schreiben dieses Berichtes immer noch unklar. Ein Schlag in die Magengrube für CK, der erstmal mit einem Grimbergen im Bordbistro des TGV verdaut wurde.

In Mannheim trank CK seine Apfelschorle und wartete auf Michi aus Mainz, der mit der S-Bahn anreiste. 13:14 Uhr fuhr diese pünktlich in den Bahnhof ein. Michi musste erstmal dringend pinkeln. Im Anschluss ging es mit einer schönen alten Straßenbahn durch die Mannheimer Innenstadt zum Carl-Benz-Stadion. In dieser wechselte Michi ein paar Worte mit einem sympathischen älteren Waldhöfer. Gottseidank traf man am ganzen Tag keine aggressiven Barackler. CK war aus Vorsicht inkognito angereist (hatte aber einen Löwenschal im Rucksack dabei), Michi trug Trikot und Schal des TSV.

Am Stadion angekommen, liefen CK und Michi erstmal in die falsche Richtung und einmal fast um das ganze Areal herum, bevor sie endlich am Eingang zum Auswärtsblock ankamen. Erstmal 3G-Kontrolle, danach Leibesvisitation, sehr lasche Rucksack- und Ticketkontrolle. Michi holte am Bierstand gleich mal die ersten zwei Bier. Danach wurde Block V betreten. Eigentlich hatten unsere beiden Helden Stehplatzkarten in Block W. Dieser war ihnen jedoch viel zu voll und sie spekulierten zurecht darauf, dass die Karten beim Eingang zu Block V nicht kontrolliert werden würden. Stehplatz bezahlt, Sitzplatz bekommen. Bassd scho ;-) Egal was man vom Waldhof hält, das Carl Benz ist definitiv eines der geilsten Stadien der Bundesrepublik. Wer dem Autor dieses Berichtes nicht glaubt, soll halt einfach selber mal dahin reisen oder sich zumindest Fotos des Grounds im Internet anschauen. Schade, dass der SVW ernsthaft darüber nachdenkt, diesen Ground zugunsten eines möglichen Neubaus zu verlassen.

In Block V traf CK auf den Velberter sowie Mathias und Harald H. aus Ludwigshafen. Der heute mit dem Fahrrad angereiste Sebastian befand sich jedoch im Stehplatzblock und sollte leider an diesem Tag nicht gesehen werden. Mathias und Harald trugen durchgehend ihre FFP2-Masken. Die meisten Menschen trugen jedoch überhaupt keine Maske mehr, sondern tranken stattdessen Bier. Die Stimmung im Löwenblock war mit der Rückkehr der organisierten Fanszene über 90 Minuten richtig geil. Durchgängig richtig lautstarker Support, viel Pyro (was manche geil fanden, andere jedoch später kritisierten wegen der Geldstrafe für den Verein und den gesundheitlichen Gefahren) und eine schöne Choreo vor Spielbeginn mit reichlich weiß-blauem Konfetti und Luftballons. CK spendete später noch 5 Euro für dieselbe.

Zum Spiel: es war ein intensives Spitzenspiel mit vielen Zweikämpfen, aber wenig Strafraumszenen und wenigen Torchancen. Eigentlich geht so ein Spiel sehr oft 0-0 aus. Leider gab es bereits nach 120 Sekunden einen Handelfmeter gegen 1860. Ausgerechnet dem jungen 17jährigen Morgalla sprang bei seinem Startelfdebüt für den coronapositiven Belkahia der Ball unglücklich an den Arm. Allerdings muss man auch sagen, dass der Junge ansonsten ein tolles Spiel ablieferte, was angesichts dieses unglücklichen Auftaktes umso bemerkenswerter sein sollte. Hiller parierte den mittig platzierten Strafstoß von Martinovic zwar sensationell mit einer Fußabwehr, doch Costly gelang in der Folge per Nachschuss das 1-0. Mitte der zweiten Hälfte gab es dann, mitten in eine Drangphase der Löwen hinein, nach einer Ecke Mannheims einen zweiten Handelfmeter. Diesen empfand jedoch nicht nur Michael Köllner als überhart. Der vermeintliche Übeltäter Kevin Goden zog den Arm sogar eindeutig weg. Also wenn DER Elfmeter regelkonform war, dann sollte man vielleicht die Regel erneut überarbeiten! Boyamba vollstreckte eiskalt. Am Ende erhöhte der eingewechselte Edeljoker Pascal Sohm nach einer feinen Einzelleistung noch auf 3-0. Die gesamte Löwenabwehr düpiert, aber die Messe war zu dem Zeitpunkt eh gelesen. Ein bitteres Resultat, definitiv zu hoch ausgefallen und nicht wirklich dem beidseitig eher chancenlosen Spielverlauf entsprechend, wie auch Axel anmerken sollte (dem CK später bei den Pissoirs begegnete). Bei 1860 fehlten halt auch neben den Langzeitverletzten Willsch und Wein der gelbgesperrte Kapitän Lex sowie drei coronapositive und sonstwie kranke oder verletzte Spieler (Dressel, Moll, Belkahia, Lang, Staude, Linsbichler). Auf der Bank saßen quasi nur Spieler der U21. Eingewechselt wurden folgerichtig Knöferl, Mannhardt und Cocic!

Nach Verlassen des Stadions ging es zu Fuß am Rhein-Neckarstadion (der Heimstätte des Lokalrivalen VfR Mannheim) vorbei zu den extra für die Auswärtsfans bereitgestellten Sonderbussen. Jene fuhren einen kleinen Umweg über die Autobahn um von der anderen Stadtseite her zum Mannheimer Hauptbahnhof zu gelangen. Unterwegs kamen unsere beiden Protagonisten kurz mit einer Löwin aus der Gegend von Sinsheim ins Gespräch. Jene meinte, dass Aubstadt nicht weit weg von ihrem Wohnort sei und sie daher nächsten Samstag zum Pokalhalbfinale reisen würde. Wie zu allen Spielen in ihrer Gegend. Die gute Dame war- wie CK- hybridimmun. Also geimpft plus genesen. Wie die meisten Menschen wünschte die Frau sich das Wegfallen der Maskenpflicht. CK stimmte ihr eigentlich zu, allerdings mit Ausnahmen wie dem ÖPNV und gewissen Einrichtungen mit Risikogruppen. So ist es ja nun in Luxemburg.

Am Bahnhof speisten die beiden Löwen noch bei Nordsee. CK genehmigte sich ein Schollenbrötchen und eine doppelte Matjesbaguette. Zudem ging es auf ein letztes gemeinsames Bier ins Irish Pub. Ein Guinness geht immer bei CK ;-) Die Waldhöfer reagierten gar nicht auf Michis Trikot, sondern wollten nur in Ruhe Formel 1 kucken. Gegen sechs Uhr fuhren beide Löwen in ihre jeweilige Heimat zurück. Michi nach Mainz, CK per S-Bahn, Regionalbahn sowie Bussen und Bahn der CFL heim auf den Belval. So endete eine bittere Auswärtsfahrt, nach der jedoch festgehalten werden muss: a) Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben als Fußball. Was ist schon ein verlorenes Spiel, wenn anderswo in Europa Menschen in einem Krieg sterben müssen oder, alle Habseligkeiten verlierend, in ein anderes Land flüchten müssen? und b) Das Wichtigste im Leben sind Freunde und Familie! Profitiert von eurer gemeinsamen Zeit, liebe Leser! Und außerdem, nur am Rande: noch kommen 7 Spiele, Platz drei ist theoretisch immer noch drin! In dem Sinne: bis zum nächsten Mal!, gez. euer CK.

14.01.2023. DIE FAHRT NACH MANNHEIM

Gegen halb zehn fuhr CK mit einem CFL-Zug nach Bettembourg. Dort holte Toto ihn gegen zehn Uhr ab und es ging gemeinsam zu einer Autobahnraststätte bei Perl, wo alsbald Patrick mit seinen Mitfahrern auftauchte. Mit dabei waren neben Fanclubpräsident Serge Patricks Frau und die Mutter von Laurent Jans, dem Kapitän der Luxemburger Nationalelf. Die beiden Frauen sollten den VIP-Bereich in Mannheim aufsuchen, die Anderen hatten selbstverständlich Karten im Auswärtsbereich.

In zwei Autos ging es in der Folge nach Mannheim. Unterwegs holten CK und Toto sich noch einen Kaffee und eine Sprite bei Ramstein. Patrick verpasste leider die Ausfahrt und für seine Gruppe ging es zur Raststätte Wattenheim. In Mannheim angekommen, begaben sich Toto und CK zu Fuß vom Gästeparkplatz zu der Kreuzung am Gartenschauweg. Dort trafen sie Totos Freund Frank, der mit seiner Frau in Mannheim wohnt und an diesem Tag ebenfalls zum Spiel der Löwen wollte, da der OFC bis März ja noch in der Winterpause verweilt. Ein Löwenfan kam zu Toto und meinte, er hätte das Beifahrerfenster an seinem Opel offen gelassen. Mit eben diesem Fan hatten die beiden Luxemburger zuvor ein paar Worte auf dem Parkplatz gewechselt, da er gleich nebenan geparkt hatte. Toto lief zurück um das Fenster zu schließen. Eigentlich war es CKs Schuld, dass er nicht aufgepasste hatte ob das Fenster auf seiner Seite hochgefahren wurde (er wusste ja sogar, dass es offen war, hatte aber nicht aufgepasst ob Toto es beim Absperren des Autos wieder hochgefahren hatte), andrerseits hatte Toto beide Fenster heruntergefahren und auch nicht aufgepasst ob er sie beide wieder hochgefahren hatte.

Nach Totos Rückkehr tauchten Serge und Patrick auf und bis auf CK begaben sich alle zum Eingang zu den Auswärtsblöcken. Letzterer wartete noch auf Harry, der mit der Tram angereist kam. Es stellte sich jedoch heraus, dass er von der anderen Seite zum Auswärtsblock sich begeben hatte und gar nicht an der Kreuzung vorbeikam. So brach auch CK zum Eingang auf, wo alle in einer größeren Warteschlange wieder vereint waren. Zwei Polizisten filmten die Löwenmeute von oben herab. Ein Fan stieg eine Wiese hinauf und animierte die Schar zu Löwengesängen.

Im Stadion angekommen, besorgte Harry gleich mal vier Bier. Nur Toto und Frank blieben heute lieber trocken. Patrick begab sich mit zwei Bier zu Serge, der bereits den U-Eingang zu den Sitzplätzen genommen hatte. Die Anderen begaben sich zum V-Eingang, den sie eigentlich nehmen sollten laut Ticket. Am Eingang erklärte jedoch Marco M. neu Ankommenden, dass der Block bereits voll sei. Die aktive Fanszene hatte hier zu CKs Erstaunen Platz genommen. War der Stehplatzblock gesperrt? Es schien so. Erst später erfuhr CK, dass dieser nicht gesperrt gewesen war und auch einige Fans sich dort aufhielten, doch dass die aktive Fanszene kurzerhand entschieden hatte sich mittiger auf der Tribüne zu platzieren. Dies aus Gründen der Optik und der Stimmung. An den Blockeingängen kontrollierte kein Ordner die Tickets. Toto und CK waren sich einig, dass dies ein gutes Beispiel sei für unpassendes Verhalten der Ultras. Menschen, die extra mehr für einen Sitzplatz bezahlt hatten, wurden jetzt von Menschen "vertrieben", die sich weigerten, ihren eigentlich vorgesehenen Aufenthaltsbereich aufzusuchen. Aber Ultras meinen ja oft, sie seien die Alleinherrscher der Fanszene. Sei's drum. Toto, Frank, Harry und CK begaben sich zum U-Eingang. Serge und Patrick waren entschwunden, der Sitzplatzbereich logischerweise ordentlich gefüllt, alle standen jetzt. In einer Reihe ziemlich oben bei Mathias und seinem Vater aus Ludwigshafen sowie Tims Kumpel Lenny fanden sie Platz. Sebastian war nicht dort anzutreffen, er hatte wohl bei den Ultras Platz genommen. Hier oben störte das Fangnetz kaum. Ebenso wenig die Fahnen der Ultras.

Vor dem Spiel gab es ordentlich Pyro bei den Waldhöfern und es war angerichtet für ein spannendes Verfolgerrennen. Die Löwenfans hielten schwarze Papptafel hoch um dem kürzlich verstorbenen Meisterlöwen Hans Rebele zu gedenken. Die Stimmung bei beiden Fangruppen war an diesem Tag, unabhängig vom Spielverlauf, durchgehend recht gut. Ein paar FCKfans waren ebenfalls mit Aufklebern für die Sitze und sogar (mindestens) einer Fahne anwesend. Für Trainer Michael Köllner gab es ein sehr schönes mehr als passendes Transparent: "Wildes Geschwurbel und Katar relativieren. "Fußballer spielen Fußball" und Trainer trainieren". Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Meinung zu Waffenlieferungen in die Ukraine, Coronaimpfungen und Weltmeisterschaften im Katar, jedoch muss ein Trainer diese nicht auf offiziellen Pressekonferenzen seines Arbeitgebers äußern. Schon gleich zweimal nicht, wenn derselbe Trainer sich im Kontext der Katardebatte darüber beschwert, dass zu viel in der Fußballwelt zum Politikum gemacht werden würde und es unnötigerweise zu viel oft Gedenkminuten zu allmöglichem vor Spielen gäbe(!?). Gegen eine Gedenkminute für Hansi Rebele vor dem Heimspiel gegen Zwickau wird er aber hoffentlich nichts einzuwenden haben. Die Kritik an Gorenzel bezüglich des fast geplatzten Transfers von Holzhauser war zudem nicht nur unnötig, sondern eine eigentlich nicht hinnehmbare Frechheit, für die er hoffentlich intern getadelt wurde. Der Autor dieses Berichtes fand Köllner lange sehr sympathisch, mittlerweile ist er aber ziemlich genervt von seinem Auftreten und seinen Verlautbarungen.

Zum Spiel: 1860 ging zur Freude der 3 000 mitgereisten Fans früh durch ein schön herausgespieltes Kopfballtor von Philipp Steinhart in Führung und verpasste in der Folge gar ein zweites Tor. Doch die beste Heimelf der Liga drehte das Spiel völlig zurecht durch Tore von Sohm (2x) und Kother. Beim TSV war kein ordentlicher Spielaufbau zu erkennen, viel zu viele Zweikämpfe wurden verloren, Stürmer Marcel Bär hing total in der Luft und sah kaum Bälle, selbst der sonst starke Verlaat leistete sich (etwa verunsichert durch die dämliche Äußerung Köllners, er hätte es in der zweiten Liga nicht geschafft?) einige Stellungsfehler (über die Harry regelrecht tobte)... was wurde in diesem luxuriösen Trainingslager in Belek eigentlich trainiert und vor allem VERBESSERT? Seit Monaten stimmt die Leistung nach dem- sicherlich etwas glücklichen, aber doch nicht unverdient zustande gekommenen- Startrekord nicht mehr. Hier muss sich dringend etwas ändern. Jetzt sind es erstmal vier Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenzweiten aus Wehen, der zuhause Elversberg besiegt hat. Holzhauser ist definitiv sicher nicht der neue Messias, bot aber neben Rieder und Morgalla wohl noch die beste Leistung auf dem Platz. Für Köllner wird die Luft dünn. Er muss Ergebnisse liefern und weiß das auch. Dies bedeutet vor allem die Mannschaft wieder zu mehr spielerischer Dominanz zu verhelfen. Anrennen, pressen, den Gegner zu Fehlern verleiten, Körpersprache zeigen, den Zweikampf annehmen, das Spiel vernünftig von hinten heraus aufbauen statt den Ball blind nach vorne zu hauen usw.usf. In Mannheim kann man noch verlieren, aber eben nicht auf diese Art und Weise. Angesichts des desolaten Auftritts jammern viele Löwenfans in den sozialen Medien bereits, dass der Aufstieg bereits vergeben sei. Diesen Menschen entgegnet der Autor dieses Berichtes gerne folgendes: 1. Noch sind 20 Spiele zu absolvieren und 60 Punkte zu vergeben. 2. Das ganze Aufstiegsgerede geht ihm eigentlich ohnehin total auf den Sack. Der Fokus soll immer und jederzeit nur auf der Gegenwart liegen und somit auf dem nächsten Ligaspiel, wo es drei Punkte zu holen gibt. 3. Eigentlich ist ihm ziemlich egal ob der TSV nun zweite oder dritte Liga spielt. Hauptsache nicht Regionalliga (auch wenn das eine Jahr damals ganz nett war), Hauptsache es geht gegen andere Traditionsvereine in einer spannenden Liga, welches die dritte ja zweifellos ist. Was ihm hingegen NICHT egal ist, ist wie der eigene Verein sich nach außen hin imagemäßig verkauft und wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt. Und über beide Punkte kann man sich wieder nur maßlos ärgern und auf baldige Besserung hoffen. Der Köllner soll zudem endlich weniger labern und mal öfters den Mund halten.

Nach dem Spiel begaben sich alle zum Pinkeln aufs Klo, obwohl nicht mehr als ein einziges Bier getrunken wurde. Im Anschluss wurde noch ein wenig gequatscht, bevor Harry sich verabschiedete um noch Pfand abzuholen und nach Hause zu fahren. Frank, Toto und CK begaben sich zu Kreuzung, wo die Fansektion Luxemburg sich vom OFC-Fan verabschiedete. An Totos Auto angekommen, wurden auch noch ein paar Worte mit dem Fahrer des Nachbarwagens gewechselt, der immerhin so nett war, das offen gelassene Beifahrerfenster zu melden. Bei der Abfahrt vom Parkplatz gab es Stau. So wurde noch ein wenig abgewartet bevor die Heimreise angetreten wurde. Patrick und Serge hatten noch länger im Block ausgeharrt um ein paar Fotos von demselben zu schießen. Sie kamen nun ebenfalls zurück. Die beiden Damen warteten bereits bei Patricks Auto. Sie waren im Gegensatz zu den Löwenfans natürlich sehr glücklich mit dem Resultat. Vor allem Laurents Mutter.

Die Heimfahrt wurde getrennt angetreten. Toto und CK nahmen den kleinen Umweg über Saarbrücken. Unterwegs wurde Musik gehört und sich mehr über eben diese als über Fußball unterhalten. Verständlicherweise nach diesem pardon, Drecksspiel. In Bettembourg begaben sich unsere Protagonisten noch in einen Kebabladen. Ein müder Toto fuhr nach dem Abendessen nach Hause, während CK die Bahn zurück auf den Belval nahm. Dort kehrte er noch auf ein Metalkonzert in die MK Bar ein. Ein paar Goose IPAs mussten noch vertilgt und der Frust weggerockt werden. So endete eine in vielerlei Hinsicht enttäuschende Auswärtsfahrt. Schön jedoch alte Freunde wiederzusehen. In dem Sinne: bis zum nächsten Mal, liebe Leser, gez. euer CK.

13.04.2025. DIE FAHRT NACH MANNHEIM

Gegen sieben Uhr ging es für CK am Samstag mit CFL-Zug und Ersatzbus (auf der Strecke Bettembourg-Luxembourg fanden wie so oft in den Schulferien mal wieder Gleisarbeiten statt) in die Hauptstadt. Nach dem Aussteigen aus dem Bus hörte er eine ihm bekannte Stimme: "Christian". Siehe da, Sascha C. war an diesem Morgen auch früh auf den Beinen. Der Differdinger lud CK auf ein Frühstück beim Steffen ein. Unser Held genehmigte sich eine Schnecke und einen Kaffee (dazu gab es netterweise auch ein kleines Stück Kuchen.) Sascha wollte an diesem Morgen zur Luxcon, wo er an beiden Tagen der Convention eine Star Wars-Gruppe unterstützte. Es wurde sich über alte Zeiten mit JayJay unterhalten und beschlossen sich bald mal wieder zu dritt zu treffen, u.a. um über Politik zu diskutieren.

Sascha hatte eben den Bahnhof verlassen als Serge auftauchte. Er orderte erstmal eine Cola. Mit ihm ging es in der Folge per Zug in die Grenzortschaft Wasserbillig, wo Patrick und Jos bereits warteten. Zu viert ging es nach neun Uhr in Patricks Auto nach Mannheim. Unterwegs wurden Löwensongs gehört und es wurde über Fußball diskutiert. Bei einer Pinkelpause wurden zudem Aufkleber des Fanclubs an ein Schild mit Aufklebern diverser anderer Vereine angebracht. Eine lustige Anekdote gab es überdies kurz nach Reisestart an der Grenze. Die Personalien unserer Helden wurden kontrolliert und einer der beiden Polizisten meinte, dass es ja cool sei, dass in Luxemburg ein Großherzog der Regierungschef sei. CK erklärte ihm, dass- analog zu Großbritannien- immer noch der Premierminister der Regierungschef in Luxemburg sei, der Großherzog jedoch der Staatschef sei.

Gegen halb zwölf wurde die Luxemburger Reiseschar auf den Gästeparkplatz in Mannheim gelotst. Kaum war CK dem Wagen entstiegen, kam ihm Leschi entgegen. Mit ihm wurden ein paar Worte gewechselt, u.a. darüber, dass Göppingen der Abstieg aus der Regionalliga Südwest droht, zumal mit Sandhausen, Mannheim und Stuttgart II gleich drei Mannschaften aus dem Südwesten der Abstieg aus der dritten Liga drohte. Buschi aus der Löwenbar stellte sich ebenfalls kurz vor, hatte er doch das Luxemburger Autokennzeichen erkannt. "Ich glaub, wir haben uns noch nie getroffen", meinte er. CK widersprach ihm. "Ich glaub, vor Jahren mal in Köln." – "Ja, mit dem Girgl vielleicht. Den kenne ich recht gut."

Patrick hatte diesmal Verpflegung eingepackt. Es gab Brötchen mit Schinken, Filet Américain und Würste. So wurde sich auf dem Parkplatz gestärkt, bevor es an Polizei und altem VfR-Stadion vorbei zum Eingang für die Gäste ging. Die Polizei hatte doch tatsächlich einen Wasserwerfer dabei, mit dem Patrick und Serge Fotos vor und nach dem Spiel schossen.

Am Gästeeingang hatte sich durch die zeitgleiche Ankunft der Ultras eine Schlange gebildet, doch die Wartezeit hielt sich in Grenzen. Gleich nach Entern des Gästebereichs kauften unsere Protagonisten sich alle das neue Mottoshirt der Ultras, ein schneeweißes T-Shirt mit der blauen Aufschrift "Für immer weiß und blau" (mit altem 1860-Logo nebendran). Preis: 15 Euro. Zudem gab es kostenlose blaue Plastikhandschuhe. Diese Ausstattung sollte den Support im Auswärtsbereich uniform aussehen lassen. Unter den 15 799 Zuschauern waren ca. 3 000 Löwenfans.

Die Ultras hatten, wie mittlerweile in Mannheim üblich, die Sitzplätze gekapert und so konnte niemand sich darauf verlassen die eigentlich gekauften Sitzplätze zu bekommen. Daher wurde erstmal debattiert, ob die Fansektion Luxemburg sich in den Stehplatzbereich begeben sollte oder doch in Block 19. Es gab keine Einlasskontrollen durch Ordner. Serge, Patrick und Jos begaben sich zuerst in den Stehplatzbereich. CK sollte seinerseits ausloten wie es in Block 19 aussah. Er fand ganz oben in der letzten Reihe in der Ecke einen Sitzplatz gleich neben Michi aus Mainz, dem er eine Karte für das Spiel mitbestellt hatte. Die beiden Löwenfans waren sehr froh über ihr Wiedersehen. Noch vor der Pause sollte Patrick rüberkommen, Serge und Jos folgten in der Halbzeitpause.

Die Stimmung an diesem Tag war sehr gut. Der Löwenblock hatte ordentlich Bock auf Support und gab Gas. Jos war es trotz Ohrenstöpsel teilweise zu laut. Vor dem Löwenblock prangte ein großes blaues Spruchband mit weißen Lettern: "Für immer weiß-blau" stand darauf mit einem Löwen in der Mitte. Dazu gab es vor Anpfiff blauen Rauch, der Gästebereich wurde ordentlich eingenebelt. Die Barackler präsentierten eine Blockfahne mit der Aufschrift "Waldhof" und unterstützten ihre Mannschaft ebenfalls lautstark, der Support ließ jedoch mit der Zeit und dem Spielverlauf nach. Zum Spiel: die ersten 30 Minuten waren die Löwen viel zu passiv ohne dass die Hausherren daraus jedoch Kapital schlagen konnten. Als es jedoch nach einem Foul an Danhof Foulelfmeter gab und Jacobsen die Seinen in Führung schoss, übernahmen die Gäste die Spielkontrolle. Ein Kopfball von Hobsch (nach einem katastrophalen Bock des mitspielen wollenden Torwart Bartels) und ein weiterer Treffer von David Philipp (nach einem Fehler eines Mannheimer Verteidigers) besiegelten eine unter dem Strich verdiente 0:3-Niederlage des Waldhofs. Die wenigen guten Chancen der Mannheimer entschärfte Marco Hiller, u.a. gegen Shipnoski.

Nach Verlassen des Auswärtsblocks ging CK erstmal pinkeln. Am Pissoir unterhielt er sich kurz mit Andy H. über das erfolgreiche Spiel des TSV. Da die meisten Löwen sich nicht länger als nötig im Carl-Benz-Stadion aufhalten wollten, war an den Bierständen kein großer Andrang mehr. So wurde profitiert um Kaltgetränke zu ordern. Sebastian aus Ludwigshafen tauchte zufällig auf und wurde zum Biertrinken eingeladen. Er hatte einen FCKfan namens Jan im Schlepptau. Sein Vater und sein Bruder hingegen ließen selbst dieses Spiel vor der Haustür heuer aus. Sebastian und Jan brachen irgendwann zu Fuß zum Bahnhof auf. Mit Sebastian wurde vorher noch ausgemacht sich Anfang Mai beim Heimspiel gegen RW Essen zu treffen. Fynn Lakenmacher (mittlerweile Stürmer in Darmstadt) hatte sich das Spiel seines Ex-Klubs angesehen und schoss einige Fotos mit noch verbliebenen Löwenfans. Unsere Luxemburger Helden ließen es sich nicht nehmen, sich ebenfalls mit ihm abzulichten.

Nach Verlassen des Gästebereichs erspähte CK plötzlich Marco Hiller, der wohl Freigang bekommen hatte. Die Identifikationsfigur der Mannschaft schlechthin wurde ebenfalls zu einem Selfie mit der Fansektion Luxemburg/Mainz eingeladen. Im Anschluss ging es zum Löwenbus, besser gesagt zur Ein-/Ausfahrt für die Gästemannschaft. Hier wurde geduldig am Zaun gewartet. Serge und Michi wechselten kurz ein paar Wörter mit Olli Griss, der auf der anderen Seite des Zauns in Jogginghose in Nähe des Busses stand, um die spätere Abfahrt für mordor24 zu filmen. CK weigerte sich mit dem Deppen auch nur ein Wort zu reden. Als der Bus endlich abfuhr, wurden Fotos mit der Fahne des Luxemburger Fanclubs und dem Bus im Hintergrund geschossen.

Zurück an Patricks Auto gab es noch Würste zu essen. Auch Michi wurde Eine kredenzt, bevor dieser zurück zum Hauptbahnhof aufbrach. Begeistert von einem rundum tollen Spieltag ging es für die vier anderen Protagonisten zurück nach Wasserbillig. Hier verabschiedete sich Patrick von seinen Mitfahrern und fuhr nach Hause, während Jos, Serge und CK noch in Jos’Auto auf den Limpertsberg fuhren, wo sie in einem asiatischen Restaurant zum Abendessen einkehrten. Jos war zurzeit Strohwitwer, da die Ehefrau in Thailand verweilte und war froh in guter Gesellschaft speisen zu können.

Nach zehn Uhr nahm CK die Tram zum Bahnhof, wo von aus er mit Bus und Zug zurück auf den Belval fuhr. So endete eine erfolgreiche und schöne Auswärtsfahrt. 1860 hat mittlerweile 48 Punkte. Mit einer solchen Punktezahl ist noch kein Klub jemals abgestiegen. Der Klassenerhalt ist gesichert. Allerdings sollten die Spieler versuchen noch so viele Punkte wie nur möglich zu holen um den bestmöglichsten Tabellenplatz herauszuschlagen. Der Luxemburger Fanclub wird Anfang Mai in München-Giesing gegen RW Essen mit von der Partie sein. Bis dahin allen Lesern alles Gute! gez. euer CK.

Home